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Zorro The Chronicles im Test – Gelungene Videospieladaption zur Zeichentrickserie

Maik schreibt…

 

Vergangenen Juni erschien mit Zorro The Chronicles das Videospiel zur gleichnamigen Zeichentrickserie. Wir haben uns unseren siebenjährigen Sohnemann geschnappt und klären nachfolgend, ob das Spiel zur Serie ebenso überzeugen kann.


Im Abenteuerspiel beschreitet ihr wahlweise als Don Diego oder dessen Schwester Ines den Kamp gegen die skrupellosen Bösewichte eures Widersachers Monasterio. Dabei werdet ihr mittels Texten und kurzen Animationen durch die insgesamt 18 Missionen geführt, welche euch bekannte Schauplätze und Charaktere näher bringen.


Zorro wie man ihn kennt.

Der Kern des Spiels erinnert am ehesten an klassische Hack & Slay-Titel. Per Tastendruck greift ihr eure Feinde an und könnt ihnen durch unterschiedliche Fähigkeit, wie dem Einsatz der Peitsche, allerlei einiges entgegen setzen. Dabei läuft alles in Echtzeit ab, was schnelle Finger von euch abverlangt, da die Anzahl der Gegner durchhaut herausfordernd ist. Gerade Kinder werden durch die verschiedenen Attacken und Gegnertypen Unterstützung benötigen. Befindet ihr euch beispielsweise gerade im Nahkampf gegen eine Handvoll Schergen, kann es dazu kommen, dass gleichzeitig ein weiterer Feind mittels Schusswaffe auf euch zielt. Das stresst durchaus, die Lernkurve ist hierbei aber sehr angenehm.


Zurückführen ist dies unter anderem auf die unterschiedlichen Grundfähigkeiten von Diego und Ines, aber auch die weiteren freischalteten Extras erleichtern euch das Spielen nach und nach. So könnt ihr im weiteren Verlauf nicht nur neue Attacken freischalten, sondern auch eure Energie und die Anzahl an Spezialfähigkeiten ausbauen. Die nötigen Erfahrungspunkte hierzu erhaltet ihr automatisch im Kampfgeschehen und in den Umgebungen der einzelnen Missionen.


Auch in der Haut von Ines darf gegen das Unrecht gekämpft werden.

Diese müssen zudem nochmals positiv hervorgehoben werden, da sie euch trotz des kindlichen Settings verschiedene Handlungsoptionen bieten. So habt ihr immer wieder in der Hand, ob ihr Gegner direkt konfrontiert oder euch heranschleicht. Mittels eurer Peitsche dürft ihr nämlich hoher gelegene Areale erreichen und so eure Route planen, um im geheimen vorzugehen. Nicht von der Hand zu weisen ist nichtsdestotrotz, dass die Missionen inhaltlich nur wenig Abwechslung bieten, was bei Spielen für Kinder und Jugendliche ja leider häufig der Fall ist.


Ansonsten bekommt ihr aber ein rundum gelungenes Abenteuer, welches nicht nur Serienfans begeistern dürfte. Die Steuerung geht schnell ins Blut, die Ladezeiten sind angenehm kurz und das Gameplay fühlt sich stimmig an. Leider ist das Abenteuer aber auch bereits nach vier bis fünf Stunden vorbei und da helfen bei einem Preis von 40 Euro dann auch nicht die weiteren Nebenmissionen weiter, die ab und an erledigt werden können. Ebenso ist nicht verständlich für uns, warum man nicht einen lokalen Spielmodus für zwei Teilnehmer integriert hat, da Diego und Ines ja bereits eine tolle Grundlage hierfür bieten.


Fazit – 7/10

Zorro The Chronicles ist eine schöne Videospiel-Umsetzung zur gleichnamigen Serie. Die Steuerung geht leicht von der Hand und der Ausbau der Charaktere Diego und Ines hilft auch kleinen Abenteurern dabei, der Geschichte zu folgen. Lediglich der Mehrspieler-Aspekt fehlte uns gehörig, da es sich durch die zwei ohnehin spielbaren Charaktere durchaus angeboten hätte. Ob das Gesamtpaket mit 18 Missionen die rund 40 Euro wert ist, muss am Ende jeder für sich entscheiden.

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